Dinslaken

Neubau Psychiatrie

Ein zweigeschossiger Neubau im Garten des Krankenhausgeländes mit 32 Betten und 36 Tagesklinikplätzen bildet das neue Herz der psychiatrischen Fachabteilung des St. Vinzenz-Hospitals Dinslaken.

Im Innenbereich des Krankenhausgeländes realisiert das St. Vinzenz-Hospital die Erweiterung der psychiatrischen Abteilung. Ein zweigeschossiger Neubau verbindet zukünftig die bestehenden Stationsbereiche im Barbarahaus und Josefshaus. Der Neubau bietet somit nicht nur nur die Chance wesentliche und zentrale Funktionen der psychiatrischen Abteilung in einem Gebäude zusammenzufassen, er ermöglicht darüber hinaus in Zukunft den Patienten den direkten und wettergeschützten Übergang in die vorhandenen Untersuchungsräume im Haupthaus des St. Vinzenz-Hospitals.

Die Psychiatrische Abteilung erhält durch den Neubau einen neuen Vorplatz und eine eigenständige und städtebaulich wirksame Adresse. Über einen Nebeneingang wird zudem das im Erdgeschoss des Neubaus integrierte neue Medienzentrum des Krankenhauses mit Schulungs- und Unterrichtsräumen der Gesundheitsförderung erschlossen. Im Erdgeschoss befindet sich eine geschlossen geführte gerontopsychiatrische Station mit 14 Planbetten sowie eine gerontopsychiatrische Tagesklinik mit 12 Plätzen. Im Obergeschoss finden sich eine allgemeinpsychiatrische Wahlleistungsstation mit 18 Bettplätzen sowie eine allgemeinpsychiatrische Tagesklinik mit 24 Plätzen. Die Realisierung erfolgt in 2 getrennten Bauabschnitten.

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Der Innenraum ist geprägt durch eine großzügige und differenzierte räumliche Ausformung der Gemeinschaftsbereiche und Flurflächen und eine sensible und stringente Materialwahl, die bewusst Anleihen im Wohn- und Hotelbau sucht. So kommen in den Patienten- und Therapieräumen Vinylböden in Holzoptik zum Einsatz, die durchweg helle Materialwahl wird begleitet durch kräftige farbige Akzente in Grün-, Orange- und Blautönen.

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Der Neubau vermittelt zwischen den z.T. unmaßstäblichen Erweiterungen des Haupthauses aus den Sechziger Jahren und der historischen Bausubstanz des St. Vinzenz-Hospitals. Seine Kubatur passt sich in ihrer Vielgliedrigkeit und ihrem menschlichen Maßstab bewusst an die historischen Krankenhausbauten aus dem frühen 20. Jahrhundert an. Der vorhandene Gartenhof wird gefasst, der Neubau trägt wesentlich zur gesteigerten Belebung und Aufenthaltsqualität in den Freiräumen des Krankenhauses bei. Die angrenzenden Gartenflächen werden im Zuge der Baumaßnahme neugestaltet.

Das Gebäude entsteht als konventioneller zweigeschossiger Massivbau aus Mauerwerk und Stahlbeton, seine zurückhaltende Fassadengestaltung bezieht ihre Eleganz aus der Kombination silbergrauer Fensterprofile in zwei Farbnuancen und einer vorgehängten Fassade aus geschliffenen sandfarbenen Keramikziegeln im Erdgeschoss bzw. einer glatten weißen Putzfassade im Obergeschoss. Die Dachflächen sind teilweise als begrünte Flachdächer, in anderen Bereichen als geneigte Pultdachkonstruktion mit Titanzinkblecheindichtung ausgeführt.

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Standort: Dr. Otto-Seidel-Straße 31-33

Bauherr: St. Vinzenz-Hospital Dinslaken

Fläche: ca. 4.650 m² BGF

Bausumme: ca. 11.000.000 €

Leistungsphasen lt. HOAI: 1-9