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Gütersloh

Dreifeldsporthalle

Mit dem Neubau der Dreifeldsporthalle mit Sportflächen für Schul- und Vereinssport am Amtsgericht entsteht ein architektonisch markanter Neubau mit außenliegender skulpturaler Erschließung. 

Als in sich ruhender kubischer Solitär orientiert sich die Sporthalle zur Bismarckstraße hin an den vorhandenen Baufluchten.  Gleichzeitig gelingt es ihr, den bestehenden Park des angrenzenden Amtsgerichts räumlich zu fassen und durch neue Wegebeziehungen und Verweilqualitäten in seiner Bedeutung zu stärken.

Die nördliche, öffentliche Adresse der neuen Sporthalle wird gebildet durch einen die lineare Aufweitung des Fußweges entlang der Grundstücke Dreifachsporthalle und Amtsgericht. Im Süden wird entsprechend den hier angeordneten Nutzungen die Schuladresse des Gebäudes ausgebildet. Unter einem raumbildenden Baumdach befindet sich das um drei Stufen abgesenkte Schulforum, das die bestehende Typologie der dezentralen Schulhöfe fortschreibt. 

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Neben der herausragenden räumlich-atmosphärischen Qualität hat dies den Vorteil, dass bei idealtypischer Sichtliniengeometrie das gesamte Gebäudevolumen um Höhe und Breite der Tribünenkonstruktion reduziert werden kann und sich damit deutliche Ersparnisse in den Erstellungs- und Betriebskosten einstellen werden. 

Für den Entwurf der Sporthalle wird ein regeneratives und innovatives Energiekonzept vorgeschlagen, das in einem hohen Maße auf erneuerbare Energien zurückgreift. Die Lüftung erfolgt über einen Erdkanal, der eine effiziente Vortemperierung gewährleistet.  Für die Wärmeerzeugung kommt eine Wärmepumpenanlage mit Nutzung oberflächennaher Geothermie zum Einsatz, die im Spitzenlastfall die Lüftungsanlage unterstützt. Auf diesem Wege wird eine 30%-ige Unterschreitung der EnEV realisiert.

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Die großzügig überdachte, außenliegende Treppenskulptur, die das Gebäude auf einfache Art gestalterisch prägt, verbindet beide Adressen und führt den Besucher auf die obere Zuschauerebene.

Die Kombination von festbestuhlten und mobilen Sitzplätzen schafft einen durchgehenden Halleninnenraum, dessen Foyer sich gleichermaßen zum Park wie zum Veranstaltungsgeschehen orientiert. Dabei bilden die 250 festinstallierten Sitzplätze und Plätze für Rollstuhlfahrer auf den hinteren Reihen die Grundbestuhlung, die für die Mehrzahl aller Veranstaltungen ausreichen wird. Lediglich im Vollbetrieb wird auf weitere 350 Sitzplätze in Form von spielfeldnahen Mobiltribünen zugegriffen. 

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Wettbewerb (3. Preis)

in Arge mit SHA Scheffler Helbich Architekten

Auslober: Stadt Gütersloh