Dinslaken

Neubau Zentrum für
Geriatrie und Radiologie

Der Neubau bietet die Möglichkeit, den deutlich gestiegenen Flächenbedarf der Radiologie in auf dem neuesten Stand medizinischer Technik ausgestatteten Räumen zu decken und gleichzeitig im Obergeschoss den Aufbau einer neuen geriatrischen Fachabteilung zu ermöglichen.

Der Neubau stellt den wichtigsten Baustein der 2008 verabschiedeten Zielplanung des St. Vinzenz- Hospitals Dinslaken dar. Zwei für die weitere Entwicklung des Krankenhauses entscheidende Funktionsbereiche werden in einem zentralen und optimal an das Krankenhaus angebundenen Gebäude zusammengefasst.

Gleichzeitig bietet der Erweiterungsbau die Chance, den Vorplatz des Krankenhauses städtebaulich zu fassen und einen der hochfrequentiertesten Krankenhausbereiche außen- und innenräumlich neu zu gestalten. Durch die Bebauung des ehemaligen Krankenhausparkplatzes erhält der bestehende Haupteingang des Krankenhauses eine zweite Raumkante. Es entsteht ein neuer Vorplatz mit städtischem Charakter, Aufenthalts- und Verweilqualität.

Der neue Eingang zur Radiologie im Erdgeschoss bildet neben dem Haupteingang des Krankenhauses eine zweite eigenständige Adresse am Vorplatz, vor allem für die ambulanten Patienten der Praxis. Gleichzeitig besteht für die stationären Patienten des Krankenhauses eine direkte Anbindung an das Bestandsgebäude mit der dortigen Zentralen Ambulanz- und Aufnahmeeinheit.

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Im Obergeschoss wird die bestehende Station 1 mit 24 Betten um die Flächen des Neubaus erweitert und weist nun 44 Betten auf. Somit kann die neue geriatrische Fachabteilung des Hauses auf einer Ebene mit kurzen Wegen und zentralen, von allen Patienten gleichermaßen gut nutzbaren Therapie- und Aufenthaltsräumen organisiert werden.  Im gläsernen Verbindungsbauwerk zwischen Alt- und Neubau entsteht der zentrale Stützpunkt.  Aufenthalts- und Gruppentherapieräume mit Blick auf den Vorplatz werden ebenso wie die Therapieküche und das Pflegebad in den Neubau integriert, Arzt- und Therapeutenräume finden sich in den umzugestaltenden Bereichen des Bestands.

Standort: Dr. Otto-Seidel-Straße 31-33

Bauherr: St. Vinzenz-Hospital Dinslaken

Fläche: ca. 2.750 m² BGF Neubau

1.675 m² BGF Altbau

Bausumme: ca. 6.400.000 €

Leistungsphasen lt. HOAI: 1-9

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Insgesamt nehmen die Bereiche der Gemeinschaftspraxis Radiologie ca. 1.100 m² Nutzfläche ein. Täglich werden hier über 200 Patienten untersucht bzw. behandelt.  Die öffentlichen Bereiche der Praxis mit repräsentativem Foyer, Empfang und Wartezonen öffnen sich vollverglast zum Vorplatz, im rückwärtigen Bereich liegen um den Gebäudekern mit zweiseitig andienbaren Röntgenräumen weitere Behandlungsräume für MRT, CT, Mammographie, Sonographie und Nuklearmedizin sowie die nötigen Arzt- und Personalräume.

Der Einsatz von großformatigen Feinsteinzeugfliesen im Foyer, von hölzernen Wandvertäfelungen und loungigen Wartemöbeln lässt Schwellenängste insbesondere der ambulanten Patienten zurücktreten. Den stationären bettlägrigen Patienten wird ein eigener abgeschirmter Wartebereich angeboten. Hier ersetzen Wandvertäfelung und Theatervorhänge das sonst übliche Warten auf dem Flur und sterile Paravents.

Verglaste Flurenden sichern nicht nur den Tageslichteinfall, sondern ermöglichen Besuchern und Patienten eine einfache Orientierung und bieten wie in der eigenen Wartezone der Mammographie eine geschützte und der Geschäftigkeit des Foyers entrückte Aufenthaltsqualität.

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In den Fluren kommen Lichtbänder als Gipseinbaukanäle zum Einsatz; der asymmetrische und indirekte Lichteinfall verleiht den Flurdecken ungeahnte Großzügigkeit. Diese Linienleuchten korrespondieren mit den Pendelleuchten am Empfangstresen und der Wandleuchte der Bettenwartezone.

 

Auch in den Behandlungsräumen wird besonderer Wert auf eine zwar medizinischen Untersuchungsvorgaben entsprechende, aber doch atmosphärische Beleuchtung gelegt, sei es durch zusätzliche dimmbare Wandleuchten, indirekte Beleuchtung durch Lichtkanäle wie in den Fluren im MRT oder eine Lichtdecke aus einzelnen Rasterleuchten im CT.

 

Ein stringentes Farb- und Materialkonzept weißen Möbeln und Akzenten in hellblau, rubinrot und aubergine (Radiologie) bzw. orange, hellblau und aubergine (Geriatrie) bestimmt sowohl die öffentlichen Bereiche als auch die Behandlungsräume. Der auf die einzelnen Funktionen abgestimmte Farbcode findet bei der Farbgestaltung der Türen, im Wandschutzsystem und in den einzelnen objektbezogen gefertigten Möbeln Anwendung.