Heiligenhaus

Bürogebäude Cubus

Das Produktionsgebäude F3 am ehemaligen ABB-Standort Heiligenhaus wird im Zuge einer Kernsanierung als Bürostandort revitalisiert und erhält ein neues Gesicht.

Das ehemalige ABB-Werksgelände in Heiligenhaus ist heute geprägt durch eine Mischung aus Produktion, Büro-und Bildungseinrichtungen. Im Stadtbild von Heiligenhaus stellen die Hauptgebäude aus den Fünfziger Jahren einen unverwechselbaren Baustein und ein markantes Beispiel der damaligen Industriearchitektur dar. Das ehemalige Produktionsgebäude F3 bildet in Verlängerung dieser Gebäudeflügel die weitere Raumkante zur Ratinger Straße aus.

 

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Die sanierte, mit 260 mm Dämmstärke hochwärmegedämmte Außenhülle des Gebäudes bezieht ihre besondere Wertigkeit aus einer straßenseitigen Bekleidung mit roten Glasbruchsteinen, die in einem handwerklich anspruchsvollen Verfahren in eine noch feuchte Trag- und Klebeschicht geworfen werden. Die Glaschips verleihen der Fassade eine unverwechselbare Rauhigkeit und Brillanz, gleichzeitig knüpft die rote Farbgebung an die ziegelrote Industriearchitektur des gesamten Werksgeländes an. Das Gebäude bleibt so städtebaulich und gestalterisch Teil des Gesamtensembles.

Durchgehende und durch Zargen gefasste Fensterbänder ermöglichen eine variable Anordnung von Raumtrennwänden und mit aufgrund der gewählten Profilbreite freie akustisch wirksame Wandanschlüsse. Im Bereich der Stützenanschlüsse erhält die Fassade grün hinterleuchtete Glaspaneele mit LED-Technik, die dem Gebäude auch in den Nachtstunden eine unverwechselbare Außenwirkung geben.

Standort: Ratinger Straße 10, 42579 Heiligenhaus

 

Bauherr: ABB Immobilien und Projekte

 

​Fläche: ca. 770 m² Nutzfläche

 

Bausumme: ca. 6.600.000 €

 

Leistungsphasen lt. HOAI: 1-9

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Durch einen neuen Eingang zur öffentlichen Ratinger Straße erhält das bisher ausschließlich über die rückwärtige Magistrale des Werksgeländes erschlossene Gebäude eine eigenständige Adresse, die den zukünftigen Haupteingang bildet. Dieser zeichnet sich von außen gut sichtbar durch die breite, mit großformatigen Betonfertigteilelementen belegte Stahlbrücke und das darüber schwebende weitauskragende gläserne Vordach ab. Der bisher trennende Lichtgraben wird so mit großzügiger Geste überbrückt.

Wesentliches Merkmal der neuen Fassadengestaltung ist die Vergrößerung der Fensterflächen und des Lichteintrags durch eine Verschiebung der Raffstoreelemente in die Fassadenebene und eine gleichzeitige Absenkung der Fensterbrüstungen, die aufgrund der früheren Produktionsnutzung durchgängig auf Steharbeitsplätze ausgelegt waren.

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Der Fassadensanierung voran geht eine vollständige Entkernung und Schadstoffsanierung des Gebäudes. Auch die Dachfläche und die gesamten zentralen technischen Anlagen werden saniert.

Die interne Erschließung mit einer Parzellierung in kleine Mieteinheiten von je rund 400 m² trägt dem Wunsch nach einer gemischten Nutzerstruktur aus Handels-, Dienstleistungs- und Kleinmanufakturbetrieben Rechnung. Die Nutzungseinheiten bleiben dabei jederzeit zusammenschaltbar und können innerhalb der vorhandenen Skelettbauweise durch ein flexibles Bausteinsystem den individuellen Wünschen der Nutzer entsprechend angepasst werden.

Der Innenraum des Gebäudes zeichnet sich durch Doppelflurerschließungen und Gruppenbüros mit in den Kernbereichen angeordneten verglasten Besprechungs- und Teamräumen und den notwendigen Funktionsräumen aus. Der Einsatz verglaster Trennwände stellt einen optionalen Tageslichteintrag, hohe Durchlässigkeit und gute Orientierung sicher. Das weite Stützenraster des Bestands und der durchgehende Ausbau mit leichten Trennwänden und Hohlraumböden sind zudem bestens geeignet auch auf zukünftige Anpassungen einer modernen Bürolandschaft gut regieren zu können.