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Detmold

Erweiterung des Gemeindepsychiatrischen Zentrums

Mit der Erweiterung des GPZ Detmold auf insgesamt 108 Betten besteht die Möglichkeit bestehende Engpässe in der regionalen psychiatrischen Versorgung auszugleichen und insbesondere in der Gerontopsychiatrie und im allgemeinpsychiatrischen Wahlleistungsbereich neue optimal nutzbare Räumlichkeiten zu Verfügung zu stellen.

Der Neubau nimmt die Flucht der bestehenden Neubauten auf und bildet somit den Abschluss einer eindeutigen städtebaulichen Raumkante am Übergang zu den weiter westlich gelegenen Wohngebieten, zum anderen reiht sich der nordöstliche Gebäudeflügel auf selbstverständliche Weise in den vorhandenen Duktus ehemaliger Kasernenbauten ein.  Als Endpunkt der Erschließungsachse bildet er einen sichtbaren Bezugspunkt und stärkt somit die öffentliche Wahrnehmung des GPZ.

 

Die bestehenden Erschließungszone auf der südwestlichen Gebäudeseite wird um den Neubau erweitert, vorhandene Wegeverbindungen wie Umfahrt, Fußwege und auch die bestehende witterungsgeschützte Magistrale auf der Rückseite der bestehenden Baukörper werden auf selbstverständliche Weise aufgenommen und fortgeführt. Durch den Neubau erhält das GPZ eine gleichberechtigte zweite Vorfahrt in Verbindung mit den neu errichteten Stellplätzen.

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Der an das Foyer angrenzende Multifunktionsfläche stellt nicht nur das räumliche Gelenk der Stationen dar, sie bildet gleichzeitig ein repräsentatives Entree, gibt Orientierung und ermöglichst vor allem unterschiedlichste Nutzungen. Folgerichtig sind hier auch die Dienstplätze angeordnet, von denen die gesamte Station überblickt und auf kurzen Wegen erschlossen werden kann.  Aufenthaltsbereiche für die Patienten mit eigener Küche und einem angegliederten Raucherraum befinden sich ebenso wie multifunktional nutzbare Gruppenräume in direkter Nähe der Dienstzimmer. Die kurzen Stichflure mit Patientenzimmern und Nebenräumen sind als wirtschaftlich optimierter Zweibund ausgelegt, die verglasten Flurenden ermöglichen den Blick ins Freie.

 

Im Erdgeschoss ist der Durchblick und Durchgang in den dementengerechten Garten gegeben.  Zwischen dem Neubau und dem angrenzenden Stationsgebäude entsteht dieser als dreiseitig gefasster Freiraum. Zur Südsonne orientierte Pergolen, Hochbeete und Hecken trennen diesen vom vorhandenen Weg und sichern eine ausreichende Geborgenheit und Abschließbarkeit. Die für das Quartier typische Orientierung zur zentralen Grünfläche im Nordosten bleibt nichtsdestotrotz bestehen und stellt ein wesentliches Qualitätsmerkmal dar.

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Die zurückgesetzte südliche Gebäudeecke markiert die Adresse und öffnet das Gebäude großzügig zum Vorplatz.  Der Vorplatz für das neue Stationsgebäude setzt die vorhandene Reihung eigenständiger Adressen und Stationseingänge fort, ohne mit dem Haupteingang des GPZ und seinem geschwungenen Glaskörper in Konkurrenz zu treten. Der südlich des Neubaus vorhandene wertvolle Baumbestand wird behutsam in die Freiraumplanung integriert.

 

Vom Vorplatz betritt der Besucher das Foyer, von dem aus im Erdgeschoss die gerontopsychiatrische Station und im Obergeschoss die allgemeinpsychiatrische Station mit Wahlleistungsbetten erreichbar sind. Der Übergang in beide Stationen ist verglast, dies lässt Schwellenängste zurücktreten und ermöglicht eine schnelle Orientierung. Die in Mitte beider Gebäudeflügel angeordnete Haupterschließung ermöglicht einen optimalen Stationsbetrieb mit kurzen Wegen. Gleichzeitig ist das Gebäude aber über den Nebeneingang auf der Nordseite an die vorhandene innere Erschließung des GPZ angebunden, auf diese Weise lassen sich beide Stationen fakultativ geschlossen führen.

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2. Preis im Verhandlungsverfahren

Auslober: GPZ Detmold

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