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Kerpen-Buir

Umbau und Erweiterung
St. Josef-Haus

Mit der Sanierung des St. Josef-Hauses besteht die Möglichkeit ein „in die Jahre gekommenes“ Pflegeheim dem heutigen Versorgungsstandard anzupassen. Die betrifft nicht nur die vom Gesetzgeber festgeschriebene Erhöhung der Einzelzimmerquote, sondern auch eine Verkleinerung der Gruppengrößen hin zu zeitgemäßen Wohngemeinschaftskonzepten.

Die Beibehaltung des bestehenden Standorts genießt für den Bauherrn hohe Priorität. Es gilt nicht die Lage im Herzen des Stadtteils zu erhalten. Anders als bei einem reinen Neubau mit einer Platzzahlbegrenzung auf 80 Bewohner werden so auch die heute vorhandenen 117 Plätze zu erhalten. Durch den Umbau kann zudem der bestehende gerontopsychiatrische Versorgungsauftrag weitergeführt werden, der ein regionales Alleinstellungsmerkmal darstellt.

Das Entwurfskonzept sieht eine Mischung aus Ersatzbau, Erweiterungsbau und Umbau im Bestand vor. Der bestehende Baukörper des Pflegeheims (Bauteil A und B Bestand) weist eine eng gerasterte Schottenbauweise aus Stahlbetonfertigteilen mit Decken ohne Durchlaufwirkung auf, die fast keine Eingriffe in die Bestandskonstruktion ermöglicht. Um eine wirtschaftliche Flächenausnutzung zu erzielen wird daher nur ein Gebäudeflügel (Bauteil A) erhalten und der zweite Gebäudeflügel (Bauteil B) neu errichtet. Der weiterhin notwendige Erweiterungsbau (Bauteil C) ergänzt zweigeschossig und im besonders wirtschaftlichen Zweibund das Gebäudeensemble.

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Der Einzelzimmeranteil liegt mit insgesamt 73 Einzelzimmern und 22 Doppelzimmern im Rahmen der Forderungen der AllgFörderPflegeVO.  Die Gruppengrößen liegen im Pflegeheim bei 27 Bewohnern und in der Gerontopsychiatrie bei 18 Bewohnern je Etage. Alle Bäder werden barrierefrei gem. DIN 18040 ausgestattet. Jede Etage und Nutzungsbereich verfügt über großzügige Aufenthalts- und Essbereiche mit Küchenzeilen und einen eigenen Freibereich.  

Grundsätzlich ist die Durchführung der Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen bei laufendem Betrieb möglich. Die Abwicklung erfolgt in insgesamt 3 Bauabschnitten.

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Die Lage des Haupteingangs an der Bahnstraße und der vorhandene Vorplatz mit altem Baumbestand bleiben im Zuge der Baumaßnahme unverändert und werden lediglich durch einzelne Eingriffe aufgewertet. Insbesondere die raumbildende Platane bleibt erhalten. Durch die Erweiterungsbauten erhält das St. Josef-Haus einen Nebeneingang zur Gerontopsychiatrie an der Krankenhausstraße. Von hier erfolgt auch die Anlieferung.

Die Nutzungsverteilung ist in den Baukörpern ablesbar. Das 4-geschossige Bauteil A/B beherbergt das Altenpflegeheim mit gemeinschaftlichen Funktionen im Sockelgeschoss und den Wohngruppen in den Obergeschossen. Die Gerontopsychiatrie befindet sich im 2-geschossigen Bauteil C. Beide Nutzungsbereiche werden über die Eingangshalle zentral erschlossen.

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Auftraggeber: Caritasverband für den Rhein-Erft-Kreis

Fläche: ca. 4.240 m² Nutzfläche

Bausumme: ca. 8.300.000 €

Preisträger im Einladungswettbewerb

und Leistungsphasen lt. HOAI: 1-4