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Dortmund

Kranken- und Rehabilitationsgebäude

Der aus einem Zentralbau und vier Seitenflügeln bestehende Neubau mit 216 Betten nimmt die vorhandenen Wegebeziehungen und orthogonalen Achsen des Parkgeländes auf.

Der Südeingang des Neubaus bildet den Endpunkt der historischen Mittelachse des Klinikgeländes, der eingeschossigen Vorbau wird zur maßstäblichen Platzkante des neuen Zentralbereichs des Klinikgeländes. Auf dem durch Rückbauten freiwerdenden Gelände der Mittelachse entsteht ein öffentlicher Garten mit Beeten, Wasserflächen und großformatigen Sitzbänken, der sowohl die Freiraumnutzung der früheren Heilanstalt wieder aufleben lässt als auch einen kleinteiligen und räumlich gefassten Gegenpol zum heute vorhandenen weitläufigen Klinikpark bildet.

Die beidseitig des eingeschossigen Eingangsbauwerks vorgesehene Anordnung der Vorfahrten ermöglicht von der Eingangshalle aus den direkten Weg in den öffentlichen Garten und trennt die Besucherverkehr von der Liegenkrankenanfahrt und der Ver- und Entsorgungsrampe.

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Der offene Zentralbereich mit lichtdurchfluteter Eingangshalle, Aufzugsgruppe und offener Treppenverbindung lässt Schwellenängste zurücktreten; die direkte Blickbeziehung zu den Stützpunkten der Doppelstationen gewährleistet zudem eine einfache Orientierung. Fluraufweitungen, Glasfugen und die zum Flur offenen Tagesräume der Stationen bieten trotz der überaus wirtschaftlichen Erschießung mit einem klassischen Zweibund Tageslichtbezug und Verweilqualität.

Wesentliches Merkmal der Stationsbereiche ist neben dem als Gelenk zwischen offenem und geschlossenem Stationsbereich ausgebildeten Stützpunkt mit integriertem Sozialbereich und direkt angrenzenden Überwachungszimmern der flexibel zusammenschaltbare Aufenthaltsbereich mit Tagesraum, Speiseraum und Küche in jedem Stationsbereich.  Er fungiert als lebendiges und ganztägig genutztes Wohnzimmer der Station. Wie alle Aufenthaltsräume der Stationen orientiert er sich durch seine großformatigen Fensteröffnungen ganz zum Park und erlaubt das Genesen im Grünen.

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Die Seitenflügel im Westen, Osten und Norden des Neubaus bleiben von jeder verkehrlichen Erschließung frei und orientieren sich ganz zum vorhandenen Park.  Zwischen den beiden nördlichen Seitenflügeln wird ein dreiseitig gefasster, in seiner Gestaltung jedoch zum Gesamt-Park gehöriger Bereich für die geschlossenen Stationen mit zurückhaltenden freiraumplanerischen Mitteln wie Mulden und Inseln aus Rhododendren abgegrenzt und geschützt ausgebildet.

Der Gebäudekörper spiegelt die Funktionsverteilung in selbstverständlicher Weise wider. Während die dem Park zugewandten Seitenflügel die Stationsbereiche bilden, finden sich am Übergang zu den Seitenflügeln die Gemeinschaftsflächen der Doppelstation und im Zentralbereich die übergeordneten Therapieräume. Die großen Therapieräume in den Obergeschossen sind ebenso wie die Aufnahme im eingeschossigen Vorbau nach Süden und zum Patientengarten orientiert.

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Wettbwerb

Auslober:  Landschaftsverband Westfalen-Lippe