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Leichlingen

Wohnbebauung Kirchstraße

Eine Bauherrengemeinschaft entwickelt in steiler Hanglage an der Leichlinger Kirchstraße eine neue Wohnbebauung. Ziel ist es, mit den Herausforderungen des Baugeländes wirtschaftlich umzugehen und die Qualität des Ortes herauszuarbeiten- das zentrumsnahe Wohnen an der Hangkante des Bergischen Landes,

mit Fernblick und optimaler Südausrichtung.

Mit einer eigenständigen und zeitgemäßen Formensprache bilden drei Stadtvillen ein gestalterisch und städtebaulich einheitliches Ensemble. Nichtsdestotrotz bleiben die drei Baukörper mit dem Ort verwurzelt und durch ihre Höhenentwicklung und die dem natürlichen Gelände- und Straßenverlauf entsprechende Tiefenstaffelung städtebaulich maßstäblich.

Ein Konzept eigenständiger Baukörper bietet der Bauherrengemeinschaft zudem die Chance, Gebäude auch abschnittsweise bzw. mit veränderter Geschossigkeit und Wohnungsgröße zu realisieren, so dass auf einzelne Nutzerwünsche reagiert werden kann.

Haus 1 rückt an die untere Kirchstraße heran und bildet bei der Annäherung vom Stadtzentrum aus einen natürlichen Anlaufpunkt. Die Bebauung nutzt die hier heute schon vorhandene Mulde und die vorhandene Topographie optimal aus.  Auf aufwändige und kostenintensive Verbaumaßnahmen zur oberen Kirchstraße kann auf diese Weise vollständig verzichtet werden.

Haus 2 und Haus 3 orientieren sich an der oberen Kirchstraße und sind teilweise in den dort steilen Hang eingegraben. Die interne höhenversetzte Split-Level-Erschließung und die mit einer großzügigen Glasfassade verkleidete Erschließungsfuge betonen die Eigenständigkeit der beiden Baukörper.

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Alle drei Häuser inszenieren die wesentliche Qualität des Ortes: die Aussicht über den Dächern der Stadt. Der Entwurf sieht elf Wohnungen vor, mit Wohnungsgrößen von 90-140 m² sowie optional einer zweigeschossigen Maisonette in Haus 2 mit 240 m² Wohnfläche. Die innere Erschließung als Einspänner bzw. mit höhenversetzten Ebenen grenzt sich bewusst vom konventionellen Geschosswohnungsbau ab und bietet jeder Wohnung eine eigene Eingangsebene und eine drei- bzw. vierseitige Besonnung.  Alle Aufenthaltsräume orientieren sich mit großzügigen Balkonen und Loggien zur Südseite. Zur Hangseite orientieren sich die Nebenräume und damit auch die hochinstallierten Bereiche, an den Kopfenden der Gebäude liegen die Schlafräume, die in allen Grundrissen mit begehbarer Ankleide und einem En-Suite-Bad ausgestattet sind.

Während die Sockelgeschosse und Gemeinschaftsräume erdverbunden mit einer steinernen Verblendung aus Grauwacke, dem typischen Fels des Bergischen Landes, versehen werden, leuchten die darüber aufgehenden Wohngeschosse in hellem Weiß. Langgestreckte und frei auskragende Balkone prägen die talseitige Ansicht, raumhohe und großformatige Verglasungen überwinden hier die Grenze zwischen innen und außen. Ein individuell verstellbarer Sonnenschutz mit außenliegenden Raffstoren sichert gleichwohl die gewünschte Privatsphäre.

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Zwischen den drei Stadtvillen spannt sich ein freiräumlich gefasster Vorplatz auf und bildet das gemeinsam genutzte Entree aller drei Häuser. Bepflanzung und die erhöhte Lage schirmen den Platz zur Straße ab. Eine schattenspendende Pergola, durch Sitzbänke gefasste Hochbeete und ein Wasserbecken schaffen Aufenthaltsqualität. Eine barrierefreie Rampe auf der Südwest- und eine Treppe auf der Südostseite binden den Platz an die untere Kirchstraße an. Am Platz liegen beide Hauseingänge, vor allem aber auch die von allen Eigentümern genutzten Gemeinschaftsflächen, die einen Gemeinschaftsraum mit eigener Küche sowie eine gemeinsame Werkstatt umfassen.

Unterhalb des Platzes befindet sich die Tiefgarage mit 17 Plätzen, die von der südöstlichen Platzseite ebenerdig erschlossen wird und im Untergeschoss direkte Zugänge zu allen drei Häusern aufweist.

 

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Einladungswettbewerb (2. Preis)

Auslober: Privat

Fläche: ca. 3.100 m² BGF

Bausumme: ca. 4.200.000 €