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Hilden

Zukunftsquartier am Quittenweg

Durch Nachverdichtung einer bestehenden Siedlung in Hilden entsteht ein modernes Wohnquartier mit maßstäblicher Architektur, hohem Wiedererkennungswert und klimaneutraler Wärmeversorgung.

Die ehemals zur Selbstversorgung gedachten tiefen Gartengrundstücke der Wohnsiedlung An den Linden / Kirschenweg im Hildener Süden werden als Ergebnis eines 2013 ausgelobten Architektenwettbewerbs nachverdichtet und entwickelt. Als Ergebnis des Wettbewerbs wird ein neuer Bebauungsplan festgeschrieben und die neuen Parzellen durch zusätzliche öffentliche Straßen erschlossen. Auf diesem Weg entsteht zum einen dringend benötigter Wohnraum für jüngere Bewohner und Familien, zum anderen werden altengerechte und barrierefreie Wohnungen für die bereits im Quartier lebenden älteren Bewohner geschaffen.

Ziel ist es, die Siedlung als Ganzes zu entwickeln, unabhängig davon wo Bestandshäuser verbleiben und unabhängig von der Dauer des Gesamtprojekts bei einer abschnittsweisen Umsetzung. Im ersten Baufeld am Quittenweg entstehen auf Basis des im Architektenwettbewerb und Gutachterverfahrens siegreichen Entwurfs entlang der neuen Erschließungsstraße insgesamt 7 Mehrfamilienhäuser mit 38 Wohneinheiten. Je Wohnhaus sind 5 bis 6 unterschiedliche Wohnungen mit 45 bis 105 m² Größe vorgesehen.

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Die Fassaden sind mit einer sandfarbenen mineralischen Putzfassade auf hochwärmedämmenden Porenbetonsteinen ausgeführt, so dass ein KfW 70-Standard ohne Einsatz von ökologisch fragwürdigen WDVS-Systemen erreicht werden kann. Die Lochfassade erhält 3-fach verglasten Kunststofffenstern, in Anlehnung an den Bestand werden diese weiß ausgeführt und von in Glattputz weiß abgesetzten Faschen gerahmt. Als Dachdeckung kommen anthrazitfarbene Tonziegel zur Ausführung.  Die Gartenhäuser sind als durchlüftete verzinkte Stahlunterkonstruktion mit einer witterungsbeständigen unbehandelten Holzschalung vorgesehen.

 

Die Energieversorgung der Häuser erfolgt über ein Biomasse-Nahwärmenetz, das optional auch zukünftige angrenzende Ersatzbauten versorgt. Die zentrale Pelletheizung stellt eine klimaneutrale und ressourcenschonende Wärmeversorgung für Heizungsanlagen und Warmwasserbereitung sicher. Sie erweist sich im Vergleich mit alternativen dezentralen Heizungssystemen wie Wärmepumpentechnik (Luft-Wasser, Wasser-Wasser, Sole-Wasser) zudem als die wirtschaftlichste Lösung.

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Der Entwurf nutzt im besonderen Maße das Potential der vorhandenen gewachsenen Strukturen und Siedlungsarchitektur, um ein modernes Wohnquartier mit maßstäblicher Architektur und hohem Wiedererkennungswert zu schaffen. Die neuen Häuser werden als traufständige Gebäude mit steilem Satteldach und schlanken versetzten Giebeln auf beiden Gebäudeseiten entwickelt. Die straßenseitige Traufhöhe entspricht der bereits vorhandenen Bebauung, so dass das Erscheinungsbild der Siedlung gewahrt bleibt. Die Traufhöhe auf der Gebäuderückseite wird dagegen angehoben, so dass für alle Wohnungen Freibereiche entstehen.

 

Alle Wohnungen erhalten eigene Freibereiche. Während die Wohnungen im Erdgeschoss gedeckte und somit aus den Obergeschossen nicht einsehbare Loggien erhalten, sind für die Wohnungen im Ober- und Dachgeschoss Balkone und Terrassen vorgesehen. Die in der Regel bodentiefen Fenster ermöglichen eine optimale Belichtung der Grundrisse.

Die Wohnungen im Erdgeschoss sind vollständig barrierefrei, im Ober- und Dachgeschoss wird eine altengerechte Ausführung mit bodenbündigen Duschen und entsprechenden Türdurchgangsbreiten realisiert.

Die Gebäude sind teilunterkellert geplant; im Kellergeschoss finden sich die Technikräume, ein Wasch- und Trockenkeller und die Abstellräume der einzelnen Wohnungen.

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Standort: Quittenweg, 40723 Hilden

Bauherr: Bauverein Hilden eG

 1. Platz im Gutachterverfahren

Fläche: ca. 5.200 m² BGF

Bausumme: ca. 7.250.000 €

 

Gutachterverfahren (1. Platz) und

Leistungsphasen lt. HOAI: 1-9